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Dienstag, 3. November 2015

Königliche Pfannkuchen

Anlässlich des Rittergeburtstages des großen Wuselzwerges gab es im Kindergarten ein Ritterbuffet bestehend aus Pfannkuchentürmen und einem Snack-Drachen. Die Idee zu den Pfannkuchen habe ich auf einem Bild in einer Rezeptgruppe bei Facebook gesehen. Da ich leider nur das Bild, aber nicht den Beitrag dazu angeschaut habe, weiß ich bei der Masse an tollen Rezeptideen nicht, von wem sie ursprünglich stammt. Deswegen nun meine Umsetzung samt Rezept dazu:

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Für die Pfannkuchen



Zutaten für ca. 75 handtellergroße Pfannkuchen bzw. 25 hungrige Kindergartenkinder plus 2 Erzieher.

600 g Mehl
16 Eier
500 ml Milch
1/2 TL Salz
echten Kakao (keinen Kaba)
Fett zum Braten

Zubereitung:
Eier, Milch und Salz vermengen und mit dem Mehl verrühren bis ein glatter nicht ganz flüssiger, aber auch nicht wirklich fester Teig entsteht. In meinem Kochbuch steht "irgendwie schwer vom Löffel tropfend". Wisst ihr bescheid ja?! Den Teig etwa 20 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit eine Pfanne schon mal auf Temperatur bringen und eine Dosierflasche oder einen Spritzbeutel mit kleiner Tülle bereit halten. Wer beides nicht zur Hand hat, kann auch einen Gefrierbeutel nehmen und eine schmale Spitze abschneiden
Vom hellen Teig etwas beseite nehmen, mit echtem Kakao verrühren und in die Dosierflasche/den Spritzbeutel/Gefrierbeutel füllen und beiseite stellen.

Die heiße Pfanne mit Fett ausschwenken und einen kleinen Soßenschöpflöffel Teig hineingeben. In meine Pfanne passen so 4 Teigportionen auf einmal hinein. Mit der Dosierflasche nun nach belieben Muster in den Teig malen. Möglichst solche, die mit einer Bewegung aus dem Handgelenk funktionieren. Die Krone als Motiv hat sich bei mir sehr bewährt. Wer sie klein genug macht (oder größere Pfannkuchen) kann auch noch ein Gesicht darunter setzen.
Nach etwa 3 Minuten den Pfannkuchen wenden. Aufgrund der Kunst auf/im Pfannkuchen ist die coole Pfannkuchenhochwerfwende-Technik hier nicht angesagt. Mit dem Pfannenwender flux wenden - das reicht zum cool sein in diesem Fall aus.
Nach etwa 3 weiteren Minuten sollten die Pfannkuchen-Minis fertig sein.

Das ganze dann so oft wiederholen, bis die raue Menge an Teig verarbeitet ist. Das war in meinem Fall nach etwa 1,5 Stunden der Fall.

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Und für alle, die einfach nur gute Laune auf ihrem Frühstücksteller haben möchten - hier noch einmal in Frühstücksmengenangaben und zum Mitnehmen:



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Zum Schluss würde ich gerne eure liebsten Pfannkuchenrezepte kennenlernen! Es gibt ja tausend und ein Pfannkuchenrezept und jeder hat so seinen eigenen Liebling :D 
Ich freu mich, aufs ausprobieren!



Minensie

Die Ritter der Tafelrunde - Geburtstagsspezial



Hier wurde in den vergangen Tagen zu Ehren des Sir Herr von und zu großen Wuselzwerges Geburtstag gefeiert. So ein Kindergeburtstag kostet mich im Vorfeld immer sehr viel Kopfgrübeln. Was soll es im Kindergarten geben? Was für einen Kuchen? Was zum Abendessen? Deswegen mache ich nun einen kulinarischen Ausflug in die vergangenen Tage.

Hilfreich bei der Überlegung zum Thema Essen sind da in erster Linie die Vorgaben des Geburtstagskindes. Und die waren in diesem Jahr glücklicherweise sehr eindeutig. Rittergeburtstag. Von vorne bis hinten. Also trug ich in den Kalender des Kindergartens ganz ungenau "Ritterbuffet" ein und hoffte auf eine Eingebung bis zum Tag X.

Der Kuchen, da hatte ich gar kein Mitspracherecht, sollte ein Ritter-Turnier-Kuchen werden. Ohne Schokolade. (An sich gerne mit Fondant, aber aufgrund der rauen Mengen, die wir in den Tagen zuvor naschten, fiel auch diese Zutat aus dem Programm).

Zum Abendessen der Rittertafelrunde musste es etwas einfaches sein. Etwas, das gut vorzubereiten ging und das möglichst allen Kindern schmeckte. Mein Vorschlag war: Kartoffelecken. Der große Wuselzwerg stimmte begeistert zu. Mit Fisch! rief er. Und ich überlegte. Fisch? Ich teilte dem Sohnemann mit, dass nicht jeder gerne marinierten Hering ist und wir grübelten nach einer Alternative. Naheliegend stimmten wir uns auf Fischstäbchen ein. Das Kind glücklich und ich erleichtert. Alles absolut ohne Aufwand,  mit dem Hintergedanken, dass ich die gesamte Woche im Weiterbildungszentrum verbringen werde und somit nicht viel Zeit für viel Schnick Schnack hatte.

Der Tag X rückte näher und ich überlegte und grübelte, was es denn nun im Kindergarten genau geben sollte. Der große Wuselzwerg wusste es in diesem Fall leider auch nicht so genau. Er hätte im ersten Moment gerne einen Ritterturm-Kuchen aus Fondant gehabt, aber aus oben genannten Gründen stand Fondant nicht zur Auswahl. Ich überlegte kurz, ob ich Mini-Muffins mit Schokoladen-Turm-Kranz machen sollte, aber die Idee gefiel dem Geburtstagkind gar nicht. Und dann kam der Vorschlag: Pfannkuchen! Davon ließ sich der Bub nun nicht mehr abbringen. Pfannkuchen mussten es sein. So ganz akor mit dem wenig Schnick Schnack ging das nicht. Immerhin bedeuteten Pfannkuchen sehr frühes Aufstehen. Denn um die 70 Pfannkuchen buken sich nicht in 10 Minuten. Aber nun denn - Geburtstagswunsch und Mutterherz und sowas.

Somit sah der kulinarische Geburtstag des großen Wuselzwerges wie folgt aus:

Kindergartenbuffet
Pfannkuchentürme mit einem Snack-Drachen der in der Burg schläft (Erläuterung O-Ton Wuselzwerg)

Geburtstagskuchen - Ritterturnier. 
Playmobil sei dank, ganz ohne Aufwand und mit doppeltem Effekt - Geschenke gleich inklusive!

Und zu guter Letzt das geplünderte Abendbuffet. 
Vor Lauter Ritterturnierspielen hatte ich die zwei Bleche Kartoffelecken natürlich nicht fotografiert. Vielleicht erkennt man sie auf dem einen oder anderen nicht ganz leerem Teller?

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Der Geburtstag kam dann am Wochenende mit einem Frühstück zum Abschluss. Da ich Brote/Brötchen schmieren mit Kindern auf dem Schoß etc. etwas nervig finde, bin ich da seit geraumer Zeit für Häppchen. Also gab es diese. Reichlich. In Form von gerolltem Brot. Dazu ein paar Vitamine, Weißwürste, Datteln im Speckmantel und Antipasti. Und natürlich Frühstückseiern. Harten 5-Minuten Eiern. Hachja.


Gerolltes Brot in deftig und in süß.

Zum naschen.

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Nach diesen Tagen der Ritter-Tafel-Runde sind wir vorallem eins - Rund! Der große Wuselzwerg war rundum zufrieden. Und somit bin ich es auch. Der kleine Wuselzwerg ist nun voller Vorfreude auf seinen Geburtstag. Das der noch ein halbes Jahr hin ist, ist dabei ganz nebensächlich.

Die Rezepte für die Pfannkuchen sowie dem gerollten Brot verlinke ich direkt im Text. Sonst würde das hier unendlich werden. 

Esset und trinket  (und rülpset und furzet - wenn man es ganz ritterlich mittelalterlich sagen will *hust*) !

Minensie

Freitag, 8. August 2014

Urlaubsgrüße vom Kuchenteller

Jetzt wollte ich einen plumpen Titel für diesen kleinen Urlaubsgruß vom Kuchenteller schreiben und bin völlig angetan von der Bedeutung. Eigentlich wollte ich "Aloha Südseewölkchen" schreiben aber habt ihr mal Wikipedia dazu befragt was Aloha bedeutet?

Auszug aus Wikipedia:
"Aloha bedeutet nach einer volksetymologischen Erklärung der letzten Königin von Hawaiʻi, Liliʻuokalani: „Im Angesicht des Atems Gottes stehen“, sinngemäß vom Geist Gottes erfüllt sein oder seinen Lebensatem eingehaucht bekommen zu haben. Zitat der Königin Liliʻuokalani: „Kein Hawaiier hatte Erlaubnis dieses heilige Wort auszusprechen, … es sei denn, er war mit seinem Gegenüber in Harmonie …“ Das Wort Gott ist allerdings in aloha nicht enthalten, weshalb es auch nicht mit Grußformeln wie grüß Gott! vergleichbar ist."

Ich bin keine Hawaiianerin aber angesichts der tief heiligen Bedeutung lass ich es - auch wenns ein bisschen göttlich im Geschmack ist, was ich euch gleich zeigen werde. Aber ich schweife ab - zurück zum Thema!


Ich möchte euch nämlich das wohl schnellste Törtchen zeigen, das je meinen Küchentisch verlassen hat:

Ein Kokos-Ananas-Träumchen.




Was ihr dazu braucht:

- eine Springform (24 cm)
- einen übrigen (oder auch fertiggekauften) Rührteigkuchen ohne Schnick Schnack
- 500g Quark
- Kokosraspeln
- Kokossirup
- nach Bedarf Zucker
- Ananas aus der Dose
- Tortenguss "klar"

Wie ihr es zum Traum werden lasst:

1. Den Kuchen zerbröselt ihr und füllt ihn in eine mit Backpapier ausgelegte Springform. Dann legt ihr ein Stück Frischhaltefolie darüber, drückt die Kuchenkrümel fest an ohne das sie euch an den Fingern kleben bleiben und stellt die Springform beiseite.



2. Nun zur Quarkcreme. Quark in eine Schüssel geben. Und nun ist euer Gefühl gefragt. Kokosraspeln und Kokossirup gebt ihr frei nach Gefühl zur Quarkmasse. Durchrühren und zwischendurch probieren bis es euch genug kokosnussig schmeckt. Zwei Esslöffel Zucker hab ich dann am Schluss doch noch dazu gemacht, da ich nicht noch mehr Kokosgeschmack wollte, aber die Süße noch nicht ganz gestimmt hat. Die Creme darf ruhig frisch und cremig schmecken ohne dabei süß aufzufallen.



3. Nun nehmt ihr wieder die Springform und füllt die Creme auf den Krümelboden (Folie vorher runtermachen, falls die noch drauf liegen sollte!!). Auch hier funktioniert das gleichmäßige verteilen am besten mit einem Stück Frischhaltefolie das ihr auf die Creme legt und dann ohne geschmiere glatt streichen könnt.

(mit dem Spatel glatt gestrichen)
(mit der Folie glatt gestrichen)



4. Die Ananasscheiben in ein Sieb und mit einer Schüssel die Flüssigkeit auffangen. Die Ananasscheiben/-stücke dann nach Lust und Laune, gern auch mit wackelnden Hüften zur Musik, auf der Quarkcreme verteilen.


5. Falls die aufgefangenen Flüssigkeit weniger als 250 ml ergibt, gießt ihr diese mit Wasser auf 250 ml auf. In die kalte Flüssigkeit gebt ihr ein Päckchen Tortenguß "klar" verrührt es glatt und kocht es unter ständigem rühren auf. Eine Minute sollte es aufkochen, dann von der Herdstelle nehmen und je nach Produkt und Packungsanleitung sofort auf den Ananasscheiben verteilen oder die Flüssigkeit erst kurz (!! das heißt in dem Fall ein paar 20 Sekunden oder sowas) abkühlen lassen und dann auf den Ananasscheiben verteilen.




Das Südsee-Wölkchen ist nach dem Erkaltem des Tortengusses sofort zum Anschnitt bereit. In meinem Fall waren das dann nicht ganz 10 Minuten im Kühlschrank. Wenn es noch etwas im Kühlschrank gekühlt werden darf, ist sie sogar noch etwas schnittfester. Alles in allem sei aber gesagt, auch ohne Gelantine lässt sie sich wunderbar anschneiden ohne wie Brei auf dem Teller zu landen. Vom zerkrümeln des Kuchens (bei mir waren es die Reste der Sachertorte, die ich von die Ackergaul-Lady übrig hatte - Post wird folgen) bis zum Anschnitt waren es 30 Minuten. Nach weiteren 30 Minuten war noch genau ein Stück übrig :D

Viel Spaß Sommerkaffeeklatsch

Eure Minensie

Freitag, 27. Juni 2014

Für das Chaos zwischendurch

Heute hab ich ein kleines Rezept mit gebracht. Es ist ideal, wenn ihr eh schon Chaos in der Küche habt und es auf ein bisschen mehr Chaos nicht mehr drauf ankommt, ihr viel zu viel von einer Obstsorte (oder zwei) übrig habt, das ihr vor den Fliegen und evtl anderen Tierchen nicht mehr schafft einzeln zu essen oder aber einfach auf der Suche nach einem Kuchen seid, der sich binnen einer Stunde inklusive Backzeit zubereiten lässt, wenn sich unerwartet, Besuch ankündigt. Wenn man ganz viel Muse hat, kann man auch gleich zwei davon backen und den Zweiten Stück für Stück einfrieren und hat dann, im Ofen aufgetaut, in wenigen Minuten wieder einen backfrischen leckeren  Kuchen zur Hand, wenns mal schnell gehen muss.
Und nun ohne viel Tamtam - hier ist er, der schnelle (Blech-) 
Obststreuselkuchen für Zwischendurch:


Ihr braucht allem voran ein Blech. Und dann

Für den Teig:
- 200 g Magarine
- 180 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 4 Eier
- 275 g Mehl
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Kilo Obst (i. d. R. ca. 6 Äpfel gerieben,  6 Birnen gerieben,  Kirschen entkernt)

Für die Streusel:
- 150 g Mehl
- 75 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 75 g Butter

Habt ihr das alles, kann es losgehen:

1. Magarine (oder weiche Butter), Zucker, Vanillinzucker, Eier, Mehl und Backpulver in eine Schüssel und alles zu einem glatten Teig verrühren. Ich verarbeite die Zutaten in der niedergeschriebenen Reihenfolge, das Mehl heb' ich zum Schluss immer nur unter oder verrühre es kurz auf niedrigster Stufe vom Mixer. Aber ihr könnt euch da völlig austoben. Dem Teig ist es an sich egal, ob ihr eine Staubwolke produzieren wollt (erst Mehl, dann den Rest) oder nicht.



2. Das Backblech mit Backpapier auslegen und den sehr klebrigen Teig auf das Backpapier streichen. Ein weiteres Backpapier darauf zu legen, um den Teig gut zu verteilen, ist bei dieser Teigart nicht zu empfehlen. Außer ihr wollt zwei hauchdünne Obstkuchen machen. Dann ist das die ideale Technik dafür.






3. Auf dem Teig verteilt ihr nun das geraspelte Obst (Äpfel oder Birnen oder auch beides zusammen) oder die entkernten Kirschen aus dem Glas. Frische hab ich noch nicht probiert. Bei meinem Blech ist ein Glas Kirschen zu wenig, wie ich finde, 1,5 Gläser wären perfekt, 2 Gläser könnten für Platzmangel auf dem Obstkuchen sorgen. Das konnte ich noch nicht probieren. 1 Glas ist in jedem Fall ein sehr luftiges Vergnügen.





4. Und nun das Beste zum Schluss: Die Streusel! Aus Butter, Vanillinzucker, Zucker und Mehl Streusel "kneten" und großzügig auf dem Kuchen verteilen.





5. Bei 170°- 180° für ca. 30 Minuten bei Ober-/Unterhitze backen. Zu dunkel sollte der Kuchen nicht werden, er darf gern etwas blass aus dem Ofen geholt werden.

Leider hab ich es weder beim Apfel, noch beim Birnen, geschweige denn beim Apfel-Birnen oder Kirschkuchen geschafft, ein Bild vom fertigen Kuchen zu machen. Der wird jedesmal entweder so fix gegessen oder die Kamera ist viel zu weit entfernt. Heute gibts deswegen auch nur schnelle Handyfotos. Der Kuchen schmeckt warm fast noch besser als kalt. Deswegen ist es auch gar nicht schlimm, wenn der Kuchen frisch aus dem Ofen kommt, wenn gerade der Besuch eintrudelt.

Schneller geht es kaum. Bis auf das Obst, dass evtl geraspelt werden muss, ist es ein wunderbarer Alles-in-eine-Schüssel-und-los Kuchen. Mit Äpfeln esse ich ihn am liebsten. Was ich auf jeden Fall noch probieren werde - Obstmus. Das sollte genauso funktionieren. Anstatt geraspelten Apfel einfach Apfelmus drauf streichen. Vielleicht ist ja einer schneller als ich und probiert es vor mir :D

Viel Spaß beim backen!

Minensie