Montag, 31. August 2015

Ich packe meine Brotdose und nehme mit....

Unter den Elternbloggern ist es kein unbekanntes Phänomen - das fotografieren, zeigen und dekorieren der Brotdosen, die den Weg in die Kitas, Kigas und Schulen findet. Pia Drießen hat diese Parade ins Leben gerufen und mit dem Hashtag #Brotdosenparade kann man bei Instagram die morgendlichen Freuden teilen. Nur so am Rande. Ich bin mit Facebook schon völlig überfordert und lasse deswegen vorerst die Finger von weiteren Internetdingen.
Wir sind seit etwa einem Monat glückliche Besitzer zweier Yumboxen (gekauft und schon seit langem der Sucht verfallen unter: http://bentoshop.de/ ). Die sind nicht nur sehr hübsch, die sind vorallem auch praktisch. Wir haben je eine mit kleinen Fächern und eine mit einem etwas größerem Fach für Brot. Das zeigt, wie unterschiedlich meine zwei Wuselzwerge sind - der Große ist kein großer Anhänger von Vielfalt in Brotdosen, der Kleine nascht gerne und am liebsten von allem. Und da diese Brotzeitboxen ja diese Superplusqualifikation des Joghurt-Rettens ohne Joghurtbecher inne haben, ich mir jedoch sehr sehr lange nicht vorstellen konnte, ob und wie das funktionieren soll, habe ich nun eine Woche lang die Brotdosen meiner Wuselzwerge fotografiert. Nach dem richten und nach dem nach Hause bringen. Die erste Kindergartenwoche nach den großen Ferien war jetzt vielleicht nicht der idealste Zeitpunkt, um damit zu beginnen, da fast jeden Tag ein Kind Kindergeburtstag im Kindergarten feierte, aber für einen Vergleich und für eine Ansicht, was diese hochgepriesenen Boxen tatsächlich halten, was sie versprechen, reicht es allemal. Und nun - hier meine Brotdosenparade der vergangenen Woche.

Wir starten die Woche mit Sternenbrot, Käsewürfel, Joghurt und Gemüsesticks. Der Große ist leider ein wirklich sehr schlechter Gemüse und Obst Esser, dennoch biete ich ihm das immer und immer wieder an. Aufgrund seiner schweren Neurodermitis in den ersten zwei Lebensjahren wurde er quasi zum Essensquengeler erzogen. Is so. Kann ich nicht ändern. Ändert sich von allein. Irgendwann.

Dienstag packte ich die Boxen mit bedacht. Kindergeburtstag der Erste stand an. Brottaler mit Käsewürfeln und Joghurth für den Großen - Brottaler, Käsewürfel und Weintrauben für den Zwerg.

Mittwoch verdrängte ich wohl, dass der nächste Kindergeburtstag anstand. Ich wusste, dass diese Brotdosen das Abendessen werden, als ich die vielen Muffins gesehen habe, die in die Gruppe getragen wurden :D Abends gab es dann eben Brottaler mit Gemüsesticks und Tomaten-Mozarella. Der Joghurt wurde dann direkt nach dem Kiga gessen. Den ganzen Tag nichts gegessen und so...

Donnserstag packte ich also auch fleißig Vielfalt ein. Brottaler und Brotsterne mit Tomaten Mozarella, Eiern, Weintrauben und Garteneigenen Brombeeren für den Zwerg, Brottaler und Brotsterne, Eier, Joghurth, Müsli und Kohlrabitaler/-sterne für den Großen. Kindergeburtstag der Dritte hatte ich auch diesmal völlig ignoriert. Demnach gab es auch diesmal Brotdoseninhalt am Nachmittag bzw. Abend.

Freitag witterte ich dann meine Chance. Kein Geburtstag. Munteres einpacken. Beim Großen reichlich Brottaler und -sterne, Käsewürfel, Karottensticks, natürlich Joghurt und Fleischküchle. Beim Zwergl Brottaler und -sterne, Käsewürfe, Fleischküchle, Weintrauben, Brombeeren und Tomaten.

Wie man sieht - sieht man nicht viel. Die Brotdosen sind wirklich 100% auslaufsicher. Selbst Stürze halten alles an Ort und Stelle. Mein großer Wuselzwerg ist so unbeschreiblich stolz auf seine Box und kann sein Glück kaum fassen, dass er nun täglich Joghurt dabei haben kann, ohne Plastikbecher aufzumachen und den Müll wieder mitzunehmen oder die unsagbar schwergängigen kleinen Tupperdosen aufmachen  zu müssen, wobei er jedes mal den halben Joghurt verteilte. Kinder. Kraft. Flugkraft. Man kann es sich vorstellen oder?

Und morgen geht es wieder weiter. Meine kleinen Highlights am Morgen - Brotdosen schmücken.

Ihr könnt unter dem oben genannten Hashtag #Brotdosenparade bei Instagram gerne eure Brotdosen zeigen. Da gibt es ja allerhand schönes. Nicht nur für Kinder. Brotzeit muss nicht immer Brot, Butter und Belag sein. Das kann auch gerne mal etwas Farbe in den Alltag bringen.

Welche Vorteile und auch welche Nachteile unsere Yumboxen haben, werde ich bei Zeiten noch einmal seperat aufzeigen.

Viel Spaß beim Brot zeigen!

Minensie

Dienstag, 18. August 2015

Kuchen to go

Als wir neulich ein kleines Picknick im wunderschönen Erba-Park machten, stieß ich auf eine gar witzige Idee. Das Park-Cafè Zuckerl bot dort Kuchen im Form von Eis am Stiel an. Das sah nicht nur superschick aus, das war auch grandios lecker. Ich selbst bin kein Freund der Cake-Pops aber diese Idee ließ mich nicht los. Wir waren am nächsten Tag eingeladen und da ich von den letzten beiden Fondanttorten noch einiges an Kuchen übrig hatte, kam ich nicht umhin, die Restevewertung einmal anders zu gestalten. Grundsätzlich kann man auf diese Art den gewöhnlichen Kastenkuchen etwas aufpeppen. Der eignet sich dafür meines erachtens am besten. Weil man ihn schön in Scheiben schneiden kann.



Leider waren die knalligen Kuchen so schnell aufgegessen, dass ich gar nicht mehr dazu kam, sie in Schick und im Ganzen zu fotografieren. Deswegen nur das letzte angeknabberte Stück, das ich noch vor die Linse bekam.

Die Kuchen-Lollies gingen wirklich schnell und waren ein Spaß am Kaffeetisch. Nicht nur für die kleinen Schleckermäuler, auch für die Großen! Probiert es aus, es ist wirklich einfach!

Ein bisschen Material braucht ihr allerdings.

u.a.

★ Kuchen (ich hatte Schokoladenkuchen übrig)
☆ (Kreisrunde) Ausstechform
★ Eisstiele/Holzstäbe
☆ Schokolade/Kuvertüre
 ★ Zuckerdekor


Dann könnt ihr auch schon loslegen:

1. Schneidet euch den Kuchen in so dicke Scheiben, wie ihr die Lollies am Ende von der Stärke her haben wollt. Bei mir waren es etwa 2-3 cm. Daraus werden die Kreise ausgestochen. Es gehen ganz gewiss auch andere Formen. Sterne, Herzen, Dinos - das dürft ihr gerne ausprobieren.



2. Bereitet einen Topf mit heißem Wasser und passender Schüssel für ein Wasserbad vor. Darin schmelzt ihr dann die Kuvertüre/Schokolade. Ich habe Kuvertüre gewählt, da diese härter als beispielsweise Schokolade von der lila Kuh wird.



3. Die Stäbe tunkt ihr dann in die geschmolzene Schokolade und steckt sie in die vorbereiteten Kreise (oder Herzen oder Sterne oder - was auch immer ihr eben ausgestochen habt)



4. Lasst die Kuchen-Lolli-Rohlinge aushärten. So kann euch der Kuchen nicht mehr von den Holzstäben rutschen. Das geht am Kühlschrank oder im Gefrierfach am besten. Je nachdem wieviel Platz ihr habt.





5. Nach 10-15 Minuten könnt ihr die Lolli-Rohlinge dann gänzlich in die geschmolzenen Kuvertüre/Schokolade tunken bzw. sie damit einstreichen. Überschüssige Schokolade lasst ihr abtropfen.



6. Wendet die Lolli-Kuchen anschließden im Zuckerdekor und lasst sie auskühlen. Auch hier kann der Kühlschrank Zeit schenken. Am besten drückt ihr jede Seite einmal leicht in das Zuckerdekor, wenn ihr reibt, kann es sein, dass die Schokolade verschmiert. Das sieht unschön aus, schmeckt aber trotzdem.


7. Zu guter Letzt könnt ihr sie noch hübsch in Folie verpacken. Oder in kleine durchsichtige Pralinentütchen. Das hat zum einen den Vorteil, dass sie nicht aneinander kleben, zum anderen sieht es einfach mehr nach Lolli aus. Bestenfalls macht ihr davon noch ein Foto. Ich hab das wie gesagt vergessen. In der Eile. Und überhaupt.

Und Ratzefatze sind sie weggenascht - versprochen!


Viel Spaß beim schlecken!

Minensie


Liebster Award 2015

Ich wurde nominiert. Von der lieben Nadine von Mama und die Matschhosen. Für den Liebsten Award 2015. ♥

Das ehrt mich und zeitgleich ist es der wohl letzte nötige Tritt, den ich gebraucht habe, um hier wieder aus der Starre zu erwachen. Das es im vergangen Jahr ruhig um den Blog geworden ist, bevor es überhaupt wirklich los ging, ist ja nachzulesen (oder eben auch nicht). Bei Facebook habe ich nach wie vor das eine oder andere gezeigt - jetzt wird es wieder Zeit für mehr Leben hier :D

Schon allein dafür tausend Dank an Nadine. ♥

Was der Liebster Award 2015 ist? Ich klau hier die kurze Zusammenfassung von Nadine:

~
 Ein “Meet and Greet” der Bloggerszene. Es geht darum, die Köpfe hinter den Seiten kennenzulernen. Dazu stellen wir den Nominierten elf Fragen. Wer diese beantwortet, darf weitere Blogger nominieren – und ihnen elf Fragen stellen.
 ~
 
Und hier nun die elf Fragen, die mir Nadine gestellt hat:
 
1. Welche Themen verbloggst Du?
 
Hier auf Pustezauberkuchen gehe ich meiner Leidenschaft nach. Dem Essen. In seiner schönsten Form. Derzeit hauptsächlich mit Gebackenem. Ich hoffe jedoch auf sehr viel weitere leckere Ideen.
 
2. Seit wann bloggst Du?
 
Hui. Das ist eine gute Frage. Seit 2002? Damals noch gar nicht so wirklich als "bloggen" einzustufen. Von 2003 (oder vielleicht doch schon seit 2002?)  bis 2011 bloggte ich unter Mondescheingefluester alles was mich bewegte, oder auch nicht. Ich bin jetzt sogar nochmal alle 144 Seiten zurück um zu sehen ab wann der Blog dort "läuft". 2006 beginnt er, die Beitrage davor sind bei vielen vielen Experimenten verloren gegangen :D Ich kann nix, aber krieg alles hin :D

3. Nervst Du Deine Familie mit der Bloggerei?
 
Nein. Pustezauberkuchen war ja doch ziemlich tot im vergangenen Jahr. Aber ich nerv meinen Herrn von und zu sehr mit Internetpräsenzen.
 
4. Was willst Du mit dem Blog erreichen?
 
Menschen sind entweder Sammler oder Jäger - ich sammle. Alles was mir schmeckt :D
 
5. Machst Du in irgendeiner Form Werbung für den Blog?
 
Nein. Wie man sieht, erledigen das andere für mich ♥
 
6. Könntest Du Dir vorstellen, auch zu einem ganz anderen Thema zu bloggen – und wenn ja, zu welchem?
 
Ja (das tu ich ja auch, so für mich *gg*) Alltag, Nervtag, Glückstag und sowas.
 
7. Wohin würdest Du gerne mal reisen?
 
Skandinavien. Irland. Hinter den Mond :D
 
8. Schreibst Du alle Beiträge so, dass Sie auch Deine Arbeitskollegen/Eltern/Feinde lesen dürften?
 
Ja. Das Internet vergisst nie.
 
9. Würdest Du Bilder Deiner Kinder online stellen?
 
Habe ich. Man kennt ihre Hände, ihre Füße, ihre Haare, und manche sogar ihr Gesicht.
 
10. Wieviel Zeit steckst Du in den Blog?
 
Definitiv zu wenig :D
 
11. Kannst Du einschätzen, wer Deine Leser sind?
 
Wenn ich mir die Statistiken bei Blogger anschaue nein. Grundsätzlich glaube ich ja schon zu wissen wer liest. 



Eigentlich dürfte ich jetzt weitere Blogger nominieren. Da ich mir aber ziemlich sicher bin, dass alle Blogs die ich so lese, bereits so ein Spielchen mitgemacht haben, freu ich mich jetzt einfach, selbst einmal dabei gewesen zu sein.
 
Danke! 
 
Minensie

Freitag, 8. August 2014

Urlaubsgrüße vom Kuchenteller

Jetzt wollte ich einen plumpen Titel für diesen kleinen Urlaubsgruß vom Kuchenteller schreiben und bin völlig angetan von der Bedeutung. Eigentlich wollte ich "Aloha Südseewölkchen" schreiben aber habt ihr mal Wikipedia dazu befragt was Aloha bedeutet?

Auszug aus Wikipedia:
"Aloha bedeutet nach einer volksetymologischen Erklärung der letzten Königin von Hawaiʻi, Liliʻuokalani: „Im Angesicht des Atems Gottes stehen“, sinngemäß vom Geist Gottes erfüllt sein oder seinen Lebensatem eingehaucht bekommen zu haben. Zitat der Königin Liliʻuokalani: „Kein Hawaiier hatte Erlaubnis dieses heilige Wort auszusprechen, … es sei denn, er war mit seinem Gegenüber in Harmonie …“ Das Wort Gott ist allerdings in aloha nicht enthalten, weshalb es auch nicht mit Grußformeln wie grüß Gott! vergleichbar ist."

Ich bin keine Hawaiianerin aber angesichts der tief heiligen Bedeutung lass ich es - auch wenns ein bisschen göttlich im Geschmack ist, was ich euch gleich zeigen werde. Aber ich schweife ab - zurück zum Thema!


Ich möchte euch nämlich das wohl schnellste Törtchen zeigen, das je meinen Küchentisch verlassen hat:

Ein Kokos-Ananas-Träumchen.




Was ihr dazu braucht:

- eine Springform (24 cm)
- einen übrigen (oder auch fertiggekauften) Rührteigkuchen ohne Schnick Schnack
- 500g Quark
- Kokosraspeln
- Kokossirup
- nach Bedarf Zucker
- Ananas aus der Dose
- Tortenguss "klar"

Wie ihr es zum Traum werden lasst:

1. Den Kuchen zerbröselt ihr und füllt ihn in eine mit Backpapier ausgelegte Springform. Dann legt ihr ein Stück Frischhaltefolie darüber, drückt die Kuchenkrümel fest an ohne das sie euch an den Fingern kleben bleiben und stellt die Springform beiseite.



2. Nun zur Quarkcreme. Quark in eine Schüssel geben. Und nun ist euer Gefühl gefragt. Kokosraspeln und Kokossirup gebt ihr frei nach Gefühl zur Quarkmasse. Durchrühren und zwischendurch probieren bis es euch genug kokosnussig schmeckt. Zwei Esslöffel Zucker hab ich dann am Schluss doch noch dazu gemacht, da ich nicht noch mehr Kokosgeschmack wollte, aber die Süße noch nicht ganz gestimmt hat. Die Creme darf ruhig frisch und cremig schmecken ohne dabei süß aufzufallen.



3. Nun nehmt ihr wieder die Springform und füllt die Creme auf den Krümelboden (Folie vorher runtermachen, falls die noch drauf liegen sollte!!). Auch hier funktioniert das gleichmäßige verteilen am besten mit einem Stück Frischhaltefolie das ihr auf die Creme legt und dann ohne geschmiere glatt streichen könnt.

(mit dem Spatel glatt gestrichen)
(mit der Folie glatt gestrichen)



4. Die Ananasscheiben in ein Sieb und mit einer Schüssel die Flüssigkeit auffangen. Die Ananasscheiben/-stücke dann nach Lust und Laune, gern auch mit wackelnden Hüften zur Musik, auf der Quarkcreme verteilen.


5. Falls die aufgefangenen Flüssigkeit weniger als 250 ml ergibt, gießt ihr diese mit Wasser auf 250 ml auf. In die kalte Flüssigkeit gebt ihr ein Päckchen Tortenguß "klar" verrührt es glatt und kocht es unter ständigem rühren auf. Eine Minute sollte es aufkochen, dann von der Herdstelle nehmen und je nach Produkt und Packungsanleitung sofort auf den Ananasscheiben verteilen oder die Flüssigkeit erst kurz (!! das heißt in dem Fall ein paar 20 Sekunden oder sowas) abkühlen lassen und dann auf den Ananasscheiben verteilen.




Das Südsee-Wölkchen ist nach dem Erkaltem des Tortengusses sofort zum Anschnitt bereit. In meinem Fall waren das dann nicht ganz 10 Minuten im Kühlschrank. Wenn es noch etwas im Kühlschrank gekühlt werden darf, ist sie sogar noch etwas schnittfester. Alles in allem sei aber gesagt, auch ohne Gelantine lässt sie sich wunderbar anschneiden ohne wie Brei auf dem Teller zu landen. Vom zerkrümeln des Kuchens (bei mir waren es die Reste der Sachertorte, die ich von die Ackergaul-Lady übrig hatte - Post wird folgen) bis zum Anschnitt waren es 30 Minuten. Nach weiteren 30 Minuten war noch genau ein Stück übrig :D

Viel Spaß Sommerkaffeeklatsch

Eure Minensie